UGANDA: Neues Safehouse für queere Menschen geplant
Dauglas setzt sich in Uganda bereits mit Musik-, Tanz- und Sportunterricht für besonders gefährdete Jugendliche ein, und nun folgt ein Safehouse für die LGBTI+ Community. Seinen vollständigen Namen verrät Dauglas dabei aber nicht um queere Menschen, sein Projekt und sich selber nicht zu gefährden. Andernfalls drohen ihm die Verhaftung oder es besteht die Gefahr von Selbstjustiz. Die Situation in Uganda ist für sexuelle Minderheiten äusserst prekär, immer wieder kommt es Razzien, Verhaftungen und zu Verurteilungen zu teilweise langen Haftstrafen.
Um queere Menschen vor Ort zu unterstützen hat sich Dauglas mit verschiedenen LGBTI+ Organisationen zusammengetan um gemeinsam mit ihnen und ihren Spenden ein Safehouse aufzubauen. So wird das sogenannte Dauglas-Projekt von Out & Proud African LGBTI (OPAL) unterstützt und Spenden kamen unter anderem auch von der renommierten Peter Tatchell Foundation in Grossbritannien. Der entsprechende Scheck wurde von Peter Tatchell, sowie von Sir Ian McKellen in London vor dem Uganda House überreicht.
Das Safehouse soll LGBTI+ auf verschiedensten Ebenen unterstützen, insbesondere wenn sie von Obdachlosigkeit, sozialer Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind. In den neuen Räumlichkeiten soll ihnen Schutz geboten werden, und sie sollen Lebensmittel erhalten und in landwirtschaftlichen Projekten Arbeit finden, womit durch diese Erträge gleichzeitig auch das Projekt mitfinanziert wird. Weiter sollen sie auch Zugang zu Musik- und Sportangeboten erhalten.
Das dringende Engagment seiner Foundation begründet Peter Tatchell damit, dass queere Menschen in Uganda unter einem der härtesten Gesetze leben, mit den Höchststrafen von lebenslanger Haft bis sogar der Todesstrafe durch den Strang. Viele werden von ihren Familien verstossen, aus ihren Häusern vertrieben und von Schulen und Arbeitsplätzen ausgeschlossen. Sie leiden ausserdem unter Lynchjustiz, Schikanen durch die Polizei, Erpressung und sexuellen Übergriffen. Obdachlosigkeit und Armut sind weit verbreitet, so Tatchell in einer Mitteilung weiter. Man sei stolz darauf, dieses Projekt mitzufinanzieren, welches queeren Menschen Wohnraum, Arbeit, eine Ausbildung, ein Einkommen, Lebensmittel und ein soziales Netzwerk bietet.
Auch Ian McKellen lobte das Engagement der Peter Tatchell Foundation in Uganda. Es biete verfolgten und ausgegrenzten, queeren Menschen in Uganda eine wichtige Rettungsleine.