UK gibt neues Medikament bei resistenten HIV-Infektionen ab

UK gibt neues Medikament bei resistenten HIV-Infektionen ab
Das Gesundheitswesen in Grossbritannien läutet eine neue Ära ein und bietet all jenen ein neues Medikament an, welche von einer resistenten HIV-Infektion betroffen sind. Für diese Menschen sind dies mitunter lebensrettende Massnahmen.

Die grosse Mehrheit der mit HIV infizierten Personen können heute mit den gängigen Medikamenten ihre Virenlast stark reduzieren und in den meisten Fällen unter die Nachweisgrenze drücken. Damit kann HIV zwar noch immer nicht geheilt werden, doch das Virus kann bei einer funktionierenden Therapie zumindest nicht mehr weitergegeben werden. Es gibt jedoch auch Risikopatient:innen, welche von einer resistenten HIV-Infektion betroffen sind. Das bedeutet, dass das Virus bei ihnen mutiert ist und sie auf die gängigen Therapien nicht mehr ansprechen.

Der National Health Service NHS, das staatliche Gesundheitswesen in Grossbritannien, geht nun neue Wege und bietet diesen Personen künftig das neue HIV-Medikament Lenacapavir an. Aktuell sind 92 Personen für diese Behandlung vorgesehen, bis in drei Jahren sollen es rund 300 Betroffene sein.

Beim NHS lobt man das neue Medikament als bahnbrechend, insbesondere da es jenen Menschen neue Hoffnung bietet, bei denen die herkömmlichen HIV-Therapien nicht wirken. Es gibt diesen Personen die Möglichkeit auf ein normales, gesundes und langes Leben, so der NHS. Auch die britische Gesundheitsministerin Baroness Merron erklärt, dass diese neue Therapie das Leben von Personen mit medikamenteresistentem HIV grundlegend verändern werde. Die britische Regierung sei zudem fest entschlossen, das Ziel von keinen HIV-Neuinfektionen im Jahr 2030 zu erreichen.

Lenacapavir soll bereits ab den kommenden Wochen erhältlich sein. Die Therapie beginnt zuerst mit je einer Tabelette an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Am achten Tag wird dann noch eine dritte Tablette eingenommen bevor man anschliessend zwei Injektionen erhält. Danach erhalten die Personen nur noch alle sechs Monate ein Injektion.