USA: Kommen nun tatsächlich Warnhinweise vor LGBTI+ freundlichen TV-Programmen?

USA: Kommen nun tatsächlich Warnhinweise vor LGBTI+ freundlichen TV-Programmen?
Dass die aktuelle US-Regierung Warnhinweise vor sämtlichen Fernsehsendungen, Filmen und Serien fordert, sobald es um queere Inhalte oder LGBTI+ Charaktere geht, hat sie unlängst angekündigt. Nun legen aber Gegner dieses Vorhabens, darunter LGBTI+ Organisationen, Umfragewerte vor und die zeigen ein mehr als deutliches Bild, auch darüber wie der Kulturkampf in den USA derzeit funktioniert!

Es hätten sich besorgte Eltern bei ihnen gemeldet, erklärt die Federal Communications Commission (FCC), quasi die Bundeskommission für Kommunikation, denn es würden Sendungen im Familienprogramm ausgestrahlt, welche Themen wie Geschlechtsidentitäten, trans und nicht-binäre Menschen behandeln, dies aber nicht kennzeichnen. Deshalb veröffentlichte die Kommission darauf eine Bekanntmachung, dass man Pläne verfolge, welche die Urheber dazu verpflichten würden, vor der eigentlichen Ausstrahlung Warnhinweise einzublenden. Zwar hat die FCC keine Befugnis dies einzuführen, doch die Kommission hat grossen Einfluss auf das dafür verantwortliche Gremium.

Die Gegner des Vorhabens, insbesondere LGBTI+ Organisationen wie GLAAD, haben sich bereits in Stellung gebracht um diese Massnahmen zu bekämpfen. So legte Morning Consult eine Umfrage vor, welche deutlich zeigt, dass zwei Drittel der Befragten solche Warnhinweise ablehnen. Dabei erklärte die grosse Mehrheit, dass sie keine staatlichen Eingriffe möchten, sondern selber beurteilen können, was angemessen für ihre Kinder ist und was nicht.

GLAAD wiederum untersuchte, öffentlich eingegangene Kommentare und Stellungnahmen zu diesem Anliegen, und auch hier zeigte sich ein ähnliches Bild. Insgesamt wurden 33‘739 solcher Meldungen analysiert und dabei lehnten vier Fünftel diese Warnhinweise ebenfalls ab. Auffällig war aber noch ein ganz anderer Punkt: Mehr als die Hälfte der Kommentare von jenen 20 Prozent, welche diese Massnahme befürworten, wurden wortwörtlich von einer Vorlage kopiert und eingefügt, und entsprechend stammten sie alle aus einer Quelle. Bei den 80 Prozent, welche gegen die Warnhinweise sind, zeigte sich hingegen, dass über 95 Prozent eigenständig verfasste Texte waren.