USA: Oberstes Gericht belässt transfeindliche Gesetze in den Bundesstaaten in Kraft
Mit ihrem Urteil untermauern die Obersten Richter:innen der USA die transfeindliche Politik, wie sie derzeit von den Republikanern im Eiltempo vorangetrieben wird. Dies ist ein erneuter, herber Rückschlag für die Rechte von trans Menschen, welche nun mit noch mehr Einschränkungen in ihrem Alltag leben müssen.
Bereits im vergangenen Jahr entschied das Supreme Court, dass die Verbote von geschlechtsangleichenden medizinischen Behandlungen für Minderjährige in einzelnen Bundesstaaten rechtmässig sind. Und nun hat eine Mehrheit der selben Richter:innen am Dienstag mit 6 zu 3-Stimmen auch noch entschieden, dass Bundesstaaten trans Mädchen und trans Frauen durchaus aus Sportteams für Frauen ausschliessen dürfen. So fand das Supreme Court, dass diese Gesetze weder gegen die US-Verfassung noch gegen das Bundesgesetz gegen Diskriminierung nach Title IX verstosse.
Da dieses Urteil nur die Gesetze, wie sie in den einzelnen Bundesstaaten derzeit gelten, betrifft, bringt es somit keine nationale Regelung. Dies bedeutet, dass das Thema weiterhin für feindliche Debatten missbraucht werden kann. Weiter heisst es auch, dass es keine Lösung für offene Klagen etwa in den Bundesstaaten Kalifornien und Connecticut bringt, welche es trans Sportler:innen erlauben, in jenen Teams teilzunehmen, welche ihrem gelebten Geschlecht entsprechen.