USA: Queere Politiker:innen erzielen Wahlerfolge in Florida
Sei es die Zerstörung von Pride-Fussgängerstreifen, die Entfernung von queeren Inhalten auf der Tourismus-Webseite, Angriffe gegen trans Menschen, das Verbot von queeren Büchern oder Einschränkungen für Drag Shows: Florida hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an explizit gegen die LGBTI+ Community gerichtete Gesetze und Verordnungen verabschiedet. Dass diese Politik aber offenbar je länger je mehr nicht mehr gutgeheissen wird, zeigte sich nun bei den Vorwahlen im Bundesstaat.
Mit Jane Aman, Todd Delmay, Felipe Sousa Lazaballet, Luis Salazar und Samuel Vilchez Santiago habe fünf offen queere Politiker:innen der Demokraten den Sprung ins Repräsentantenhaus von Florida geschafft. Unterstützt wurden sie von Equality Florida. Die Organisation teilte mit, dass 81 Prozent der von ihnen unterstützten Kandidat:innen in ihren jeweiligen Wahlkreisen erfolgreich waren und die Wahl für sich entscheiden konnten. Ein deutliches Zeichen für die LGBTI+ Community.
Es fanden nämlich nicht nur Wahlen für Sitze im Repräsentantenhaus statt, sondern auch mehrere Sitze in Schulbehörden mussten neu besetzt werden. Diese sind parteiunabhängig und können auch die Unterstützung von Equality Florida erhalten. So konnten sich etwa Megan Tennimon und Beth Mayberry gegen zwei konservative Kandidierende durchsetzen. Jimmy Glover wiederum muss in den zweiten Wahlgang im November, in die Stichwahl.
Eine weitere Kandidatin konnte eine amtierende Schulrätin verdrängen. Diese war eine enge Verbündete von Gouverneur Ron DeSantis und stand auch der äussert LGBTI+ feindlichen Organisation Moms for Liberty nahe. Diese setzt sich unter anderem für die Verbote von queeren Büchern ein und nimmt auch immer mehr Einfluss auf den Lehrplan von Schulen und Bildungseinrichtungen.