USA: Weit über 7‘000 Titel - noch nie wurden so viele Bücher an US-Schulen verbannt

USA: Weit über 7‘000 Titel - noch nie wurden so viele Bücher an US-Schulen verbannt
Der Kulturkampf in den USA tobt noch immer: Noch nie wurden so viele Bücher verbannt wie im vergangenen Jahr - viele davon wegen Themen rund um die sexuelle Orientierung oder die Geschlechtsidentität. Insgesamt waren es 2025 weit über 7‘000 Titel, welche aus öffentlichen Schulen verbannt wurden.

Genau 11‘982 Bücher von insgesamt 7‘370 Titeln sind im vergangenen Jahr an öffentlichen Schulen in den USA verboten worden. Diese Zahlen hat PEN America für das vergangene Jahr bekanntgegeben. Wie die Organisation in ihrem jährlichen Bericht Banned in the USA schreibt, seien in den vergangenen fünf Jahren, seit man damit begonnen hat, die Statistiken darüber zu führen, noch nie so viele Bücher verbannt worden wie 2025. Darunter seien rund 4‘500 Titel, welche erstmals auf der Liste der verbannten Bücher erscheinen.

Ein Grossteil der Bücher wurden dabei in Texas und Florida aus den Schulbibliotheken entfernt. Diese beiden Bundesstaaten gehören auch zu jenen, welche sehr strikte Gesetze eingeführt haben um Bücher noch einfacher und effektiver verbieten zu können. Viele der verbannte Bücher behandelten Themen wie sexuelle Orientierung oder die Geschlechtsidentität, aber auch Rassismus. Mit 312 Büchern war Stephen King bereits zum zweiten Mal in Folge der Autor mit den meisten verbannten Büchern.

PEN kritisiert dabei diese Entwicklung aufs schärfste: Bücherverbote würden nicht nur die Lesefreiheit einschänken, sondern für die Schüler:innen auch den Zugang zu einer Vielfalt an Stimmen, Ansichten, Perspektiven und Literatur einschränken, die ihnen zustehen würde.

Die Schulbibliotheken seien die zentralen Orte um Schüler:innen zu helfen, neue Ideen und Erfahrungen zu entdecken, so PEN weiter. Viele Schulbehörden würden zudem mittlerweile auf KI setzen wenn es darum geht, zu entscheiden, welche Bücher verbannt werden sollen.

Während PEN auch jene Bücher zählt, welche nur zwischenzeitlich aus den Verkehr gezogen wurden, so zählt die American Library Association (ALA) nur jene, welche dauerhaft verbannt wurden. Dabei kommt die ALA auf 5‘600 Bücherverbote im Jahr 2025, was auch diese Organisation als ein Anstieg von historischen Ausmass bezeichnet.