WIRTSCHAFT: Darf der CEO einer Gay Dating App an Konservative spenden?
Gerade für die LGBTI+ Community steht bei den Midterms in den USA am kommenden Dienstag viel auf dem Spiel: In den vergangenen Jahren haben die Republikaner einen wahren Kulturkampf losgetreten, und dies insbesondere auf Kosten queerer Menschen. Unzählige Vorstösse wurden auf den verschiedenen Regierungsebenen lanciert, welche sich direkt gegen die Rechte queerer Menschen richten, und einige davon wurden auch bereits umgesetzt. Dies alles führte dazu, dass das politische Klima und die Rhetorik gerade in Bezug auf LGBTI+ Themen teils ziemlich vergiftet ist.
Unter diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie man damit umgehen soll, wenn ein CEO eines Unternehmens, welches seinen Umsatz praktisch ausschliesslich mit Queers macht, eben diese Politik finanziell unterstützt. Dass Wirtschaftsführer in den USA Politiker:innen mit Geldspenden unterstützen, ist durchaus üblich, aber im konkrekten Fall geht es um George Arison, den CEO der Dating App Grindr, der für die Midterms rund 13‘500 US-Dollar, rund 11‘200 Schweizer Franken, an die republikanische Senatorin Susan Collins gespendet hat. Dies hat das Portal OpenSecrets bekanntgegeben, welches sich für mehr Transparenz bei Wahlkampfspenden einsetzt.
Bei den Midterms wird sich zeigen, ob die Republikaner auch weiterhin die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongress halten werden. Während die Chancen durchaus intakt sind, dass die Demokraten beide Kammern für sich entscheiden können, so ist das Rennen um den Senat besonders eng. Dass Arison nun ausgerechnet in einem dieser hart umkämpften Bundesstaaten eine Republikanerin unterstützt, welche wieder in den Senat gewählt werden möchte, sorgt daher für Kritik.
Es ist nicht das erste Mal, dass George Arison mit politischen Äusserungen für Aufsehen sorgt. So machte er längst öffentlich, dass er sich als Konservativer bezeichnet, und er stimme auch mit einigen von Trumps Massnahmen überein.