TRAVEL: Berlins Alexanderplatz bekommt einen neuen Club
Die positiven Neuigkeiten aus dem Nachtleben in Berlin sind mittlerweile eher rar, denn wie in vielen Grossstädten, so haben auch die Clubs in der deutschen Hauptstadt so ihre Mühe. Einerseits wirtschaftlich, aber auch der Druck durch die Städteplanung und die Entwicklung von Stadtvierteln hinterlassen ihre Spuren. Dass das legendäre SchwuZ, der älteste queere Club Berlins, nach seiner Schliessung im November vielleicht schon bald eine Wiedereröffnung an einem neuen Standort feiern kann, ist ebenso erfreulich wie die aktuelle Meldung, dass bereits im März ein neuer Club am bekannten Alexanderplatz im Herzen von Berlin aufgehen wird.
Abgesehen vom House Of Weekend mit seiner berühmten Rooftop-Terrasse ist das Viertel rund um den berühmten Fernsehturm nicht eben bekannt für Clubbing, umso mehr überrascht, dass nun genau dort mit dem AMT ein neuer Club öffnen wird. An der Dircksenstrasse gelegen, befindet sich die Location unter einem Spätkauf unter den Bögen der S-Bahn.
Bis zu 1'000 Gäste werden demnach im AMT Platz finden, und neben zwei Dancefloors wird es auch einen Chill-out-Raum, sowie einen Darkroom geben. Besonders an den Wochenenden sollen dabei elektronische Beats den Takt angeben, und unter der Woche sollen aber auch andere Stilrichtungen Platz haben. Dabei will der Club seine eigenen Partys organisieren, aber auch anderen Kollektiven zur Verfügung stehen. Obwohl sich das AMT nicht als rein queere Adresse sieht, sollen neben sexpositiven Parties auch explizit queere Partys auf dem Programm stehen.
Am neuen AMT beteiligt ist unter anderem Robert Havemann. Er ist kein Unbekannter in Berlins Gastro- und Unterhaltungsszene, denn er betreibt mit seinem Unternehmen bereits das Wellenwerk, eine Indoor-Surfhalle in Berlin-Lichtenberg, sowie die Cocktailbar Velvet in Neukölln.
Der neue Club am Alex bietet Abwechlung: Es hat mittlerweile Seltenheitswert, dass ein neues Nachtlokal an solch prominenter Lage öffnet, werden doch Clubs sonst eher immer weiter in die Aussenquartiere verdrängt. Die perfekte Anbindung an den öffentlichen Verkehr in alle Himmelsrichtungen durch die Haltestelle Alexanderplatz ist somit sicherlich ein grosser Vorteil. Hinzukommt auch die Besonderheit des Lokals, befindet sich das AMT doch unter der Erde.