DEUTSCHLAND: Gibts eine Neuauflage von Berlins ältestem Gay Club?
Für die Macher:innen war es schon immer klar: Das Ende des Clubs in der Rollbergsiedlung in Berlin kann nicht das Ende des Schwuz sein. Die Institution war der älteste Gay Club der deutschen Hauptstadt und existierte seit 1977, also seit fast 50 Jahren. Schnell machte sich der Vereinsvorstand Gedanken darüber, wie es weitergehen kann. Auch die enorme Unterstützung von gleich vier Stammgästen, welche sich selber einbrachten, habe sie ermutigt, weiter machen zu wollen.
Die Ideen, wie ein neues Lokal aussehen könnte, gehen im Verein aber noch weit auseinander: Von einem klassischen Club bis hin zu einer Bar mit kleinem Dancefloor, in welcher verschiedenste kulturelle Veranstaltungen stattfinden können, wird alles diskutiert.
Für einen Neustart laufen aber bereits intensive Gespräche, und es könnte vielleicht sogar bereits eine Lösung gefunden worden sein. So habe man sich etwa die frühere Busche angeschaut, ein Lokal direkt unterhalb der U-Bahn an der Warschauer Strasse. Das Problem sei dort aber, dass der Clubraum aufwendig renoviert werden müsste. Weiter sei er für ruhige Anlässe nicht geeignet wegen der U-Bahn.
Weiter habe man sich auch ein Lokal im prominenten Stadtteil Berlin-Mitte angeschaut. Auch dort sind aber noch zahlreiche Abklärungen nötig, da sich bislang noch kein Club in diesen Räumlichkeiten befunden habe. Bei den Gesprächen geht es aber nicht nur um die künftige Ausrichtung eines Clubs, und um den Ort, sondern es sind auch Verhandlungen rund um die politische Unterstützung und natürlich um die Finanzierung nötig.
Einig ist sich der Vorstand, dass es unbedingt weitergehen muss mit dem Schwuz: Berlin braucht einen Safe Space für die Queer Community und dies aufgrund der zahlreichen politischen Angriffen und des sogenannten Backlash wohl wieder dringender denn je.