BOTSWANA: Neue Parteien schliessen sich dem Fall über die Öffnung der Ehe an

BOTSWANA: Neue Parteien schliessen sich dem Fall über die Öffnung der Ehe an
Der Oberste Gerichtshof in Botswana wird über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare entscheiden, und dies nur wenige Jahre nachdem Homosexualität überhaupt legalisiert wurde. Nun haben die Richter neue Organisationen zum Verfahren zugelassen.

Mehrere Organisationen und Gruppierungen haben bereits im Juli einen Antrag beim Obersten Gericht eingereicht, um am Verfahren rund um die Legalisierung der Ehe für alle teilnehmen zu dürfen. Nun haben die Obersten Richter entschieden und weitere Parteien zugelassen.

Neben dem Paar Tsholofelo Kumile und Bonolo Selelo, welches sich das Recht auf Ehe per Gericht erkämpfen will, durfte sich nun auch noch die LGBTI+ Organisation LEGABIBO als Klägerin anschliessen. Weiter wurde auch Dr. Onthatile Olerile Moeti, Wissenschaftlerin für Menschenrechte von der Universität Botswana, als Amicus Curiae durch das Gericht durchgelassen.

Die Regierung wiederum, welche gegen die Ehe für alle Partei ergreift, erhält Unterstützung von drei religiös-konservativen Organisationen, dem Botswana House of Prayer and Transformation, der Dingwetsi Association und der Evangelical Fellowship of Botswana.

Tsholofelo Kumile und Bonolo Selelo sehen sich durch die Verfassung des Landes diskriminiert, da ihre zivile Ehe durch den Staat nicht anerkannt wird. Sollten sie mit ihrer Klage Erfolg haben, dann wäre Botswana nach Südafrika das erst zweite Land des afrikanischen Kontinents, welches die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnet.

Die Hauptverhandlung für die Verfassungsklage mit den Anhörungen der Argumente von beiden Seiten ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.