GRIECHENLAND: Noch mehr Aufregung um Mittelmeer-Gay Cruise

GRIECHENLAND: Noch mehr Aufregung um Mittelmeer-Gay Cruise
Zuerst wurde der Cruise die Genehmigung für zwei Zwischenstopps in der Türkei verweigert, dann lehnte auch Ägypten als alternative Destination ein Anlegen ab und nun wurde in Kreta auch noch ein Passagier verhaftet, weil er auf dem Schiff Drogen an andere Passagiere verkauft haben soll.

Die Gay Cruise stand von Anfang an unter keinem guten Stern: Obwohl laut dem Veranstalter Atlantis Events im vergangenen Jahr bereits eine ähnliche Route befahren wurde, lehnte es die Türkei diesmal ab, dass das Kreuzfahrtschiff Scarlet Lady in zwei Häfen des Landes anlegt. Als Begründung nannten sie die Sitte und Moral der Passagiere, welche nicht mit der Kultur der Türkei einher gehen.

Als Alternative wurde darauf quasi in letzter Minute Alexandria in Ägypten angesteuert, doch auch dort wurde dem Schiff die Erlaubnis wenige Stunden vor dem geplanten Halt entzogen. Der alternative Zwischenstopp auf der griechischen Insel Kreta konnte aber wie geplant stattfinden. Wie die griechische Zeitung Gazzetta nun berichtet, ist es auch dort zu einem Zwischenfall gekommen. So erwartete die Küstenwache das Schiff bereits um einen 35-jährigen Passagier aus Spanien festzunehmen.

Der Mann steht unter Verdacht gegen griechische Drogengesetze verstossen zu haben. Dem Sicherheitsdienst auf dem Schiff ist demnach aufgefallen, dass er illegale Substanzen an Bord mitführte und diese offenbar auch weiterverkaufte. Laut der Zeitung soll er kleine, abgepackte Päckchen mit Kokain und Cannabis bei sich gehabt haben.

Griechenland ist bekannt dafür, eines der härtesten Drogengesetze in Europa zu haben. Dabei wird auch Cannabis bereits als illegal eingestuft, wie auch Kokain. Bereits auf Eigenbesitz stehen kurze Haftstrafen, und für den Handel mit Drogen drohen bis zu lebenslange Haft. Der Spanier hatte aber insofern Glück, dass er kurz nach der Verhaftung bereits in seine Heimat Spanien zurückgeflogen wurde, wo ihm nun rechtliche Konsequenzen drohen.

Weder der Veranstalter der Cruise, Atlantis Events, noch Virgin Voyages haben sich zur Verhaftung geäussert. Bekannt ist einzig, dass dem Passagier die Rückkehr an Bord verweigert wurde und dass es auch keine Rückerstattung seiner Reisekosten gibt.

In ihrem Verhaltenskodex an Bord schreibt Virgin Voyages klar, dass Drogen und andere illegale Substanzen an Bord verboten sind. Bei Zuwiderhandlung können die Kabine, das Gepäck und die Passagier:innen selber durchsucht werden. Erhärtet sich der Verdacht, dann werden die Behörden am nächsten Hafen, der angesteuert wird, informiert. Die Person muss sich darauf vor Gericht verantworten. Die Reise könne zudem nicht weiter fortgesetzt werden und je nach Art des Vergehens könne auch der Ausschluss von zukünftigen Reisen mit der Reederei oder den Veranstaltenden drohen.