JAPAN will Nationalen Plan für die LGBTI+ Community vorstellen

JAPAN will Nationalen Plan für die LGBTI+ Community vorstellen
2023 wurde ein Gesetz verabschiedet, und nun soll dieses mit einem Nationalen Plan mit konkreten Massnahmen umgesetzt werden. Damit soll das Verständnis für queere Menschen gefördert und der Diskriminierungsschutz verbessert werden.

Geht es um die Rechte von queeren Menschen, dann steckt Japan noch in den Kinderschuhen. Der Druck aus der Bevölkerung wächst diesbezüglich aber stetig, und deshalb unternimmt die Regierung in Tokio seit ein paar wenigen Jahren erste, zaghafte Schritte diesbezüglich. Im Jahr 2023 verabschiedete das Parlament ein Gesetz, mit welchem das Verständnis für LGBTI+ in der breiten Bevölkerung verbessert werden soll. Nun soll ein Nationaler Plan folgen, der damit verbundene, konkrete Massnahmen umsetzt.

So sehen die neuen Leitlinien unter anderem einen queerinklusiven Aufklärungsunterricht für Kinder und Jugendliche vor. Dieser soll altersgerecht und dem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend erfolgen. Dies wurde daher explizit betont, da konservative Parteien und Gruppierungen die Aufklärung von Minderjährigen über Themen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität scharf kritisierten.

Weiter sollen auch Mitarbeitende bei Beratungsangeboten besser über LGBTI+ Themen geschult werden. So würden sich viele queere Menschen mit Problemen und Unsicherheiten an solche Beratungsstellen wenden, doch die dortigen Mitarbeitenden seien gar nicht in der Lage angemessen auf ihre Problemstellungen einzugehen, da ihnen schlicht das nötige Wissen dazu fehle. Zudem soll auch ein besserer Schutz vor Diskriminierungen geschaffen werden um sexuelle Minderheiten auch diesbezüglich besser zu unterstützen.

In Japan haben gleichgeschlechtliche Paare erst auf kommunaler Ebene die Möglichkeit ihre Partnerschaften anerkennen zu lassen, nicht aber auf nationaler Ebene. Derzeit befasst sich aber das Oberste Gericht des Landes mit der Ehe für alle, und es ist gut möglich, dass diese schon sehr bald via dem Gericht eingeführt wird. Frühere Instanzen haben mit grosser Mehrheit für die Gleichstellung der Ehe gestimmt.