MALAYSIA: 51 Verhaftungen an angeblicher Gay- und Drogenparty in Kuala Lumpur

MALAYSIA: 51 Verhaftungen an angeblicher Gay- und Drogenparty in Kuala Lumpur
In der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur sind während insgesamt vier Razzien 51 Männer, davon 28 Ausländer, verhaftet worden. Sie stehen im Verdacht in einem Luxushotel an einer Gay- und Drogenparty teilgenommen zu haben. Der Anlass fiel auf, nachdem ein Mann bewusstlos in der Hotelloby aufgefunden wurde. Er verstarb später im Krankenhaus.

Sie sollen in Luxushotels Zimmer angemietet und dort nicht nur Drogen konsumiert haben, sondern auch anderen "unmoralischen Aktivitäten" nachgegangen sein, so der Vorwurf der Behörden an insgesamt 51 Männer, welche im Rahmen von vier Razzien festgenommen wurden. Wie der Leiter der Drogenfahndung weiter erklärt, sollen die Verhafteten im Alter zwischen 21 und 52 Jahre sein und es sollen auch 28 Ausländer dazugehören.

Gleichgeschlechtliche Handlungen stehen in Malaysia unter Strafe, auch wenn sie einvernehmlich stattfinden. Sie können aufgrund der geltenden Scharia, aber auch durch das zivile Strafgesetz schwere Strafen mit sich bringen. Dass die Behörden keineswegs zögern, diese Gesetze durchzusetzen haben sie in der Vergangenheit mehrfach gezeigt.

Während den Durchsuchungen in den Luxushotels sollen Drogen im Wert von 103‘070 Malaysischen Ringgit sichergestellt worden sein. Dies entspricht rund 20‘400 Schweizer Franken. Dabei handelt es sich um Ketamin, MDMA, sowie um Ecstasy-Pillen und -Pulver. Bei 36 der Männer konnte auch Drogenkonsum nachgewiesen werden. Die Verhafteten befinden sich während drei bis sechs Tagen in Untersuchungshaft um weitere Ermittlungen durchführen zu können.

Die Behörden wurden auf die Party und den Drogenkonsum aufmerksam, nachdem ein Mann bewusstlos in der Hotellobby aufgefunden wurde. Obwohl er sofort in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Kuala Lumpur gebracht wurde, konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Es wurden aber keine näheren Angaben zur Todesursache gemacht.

Malaysia ist in den vergangenen Jahren wieder verschärft gegen queere Menschen vorgegangen. Schon bei kleinsten Verdachtsmomenten kommt es zu Razzien und Verhaftungen. Menschenrechts- und LGBTI+ Organisationen kritisieren die Behörden für ihr Vorgehen.