MALAYSIA blockiert queere Dating Apps wie Grindr

MALAYSIA blockiert queere Dating Apps wie Grindr
Malaysia wird als Tourismusmdestination in Südostasien immer populärer, doch gerade queere Tourist:innen sollten vorsichtig sein: Nicht nur kam es in jüngster Zeit vermehrt zu Razzien bei angeblichen LGBTI+ Treffpunkten, sondern nun wurden auch die Dating Apps Grindr, sowie das chinesische Pendant Blued blockiert. Weitere sollen Massnahmen sollen zudem folgen…

Bis zu 20 Jahre Haft drohen in Malaysia auf gleichgeschlechtlichen Handlungen, zudem können auch Landesverweise oder aufgrund der Scharia Körperstrafen wie Stockschläge verhängt werden. Dabei zögern die Behörden auch nicht, diese Strafen auch tatsächlich umzusetzen. Die Regierung geht insbesondere in dem vergangenen Jahren wieder verstärkt gegen queere Menschen vor. Es kommt zu Razzien mit Verhaftungen, es wurden Umerziehungseinrichtungen eröffnet, wo staatlich verordnete Konversionsmassnahmen durchgeführt werden, und nun ging die Regierung nochmals einem Schritt weiter.

Wie der Kommunikationsminister Fahmi Fadzil mitteilt, wurden die Dating Apps Grindr, sowie das Pendant aus China, Blued, aus den App Stores von Google und Apple verbannt. Derzeit wird geprüft, ob noch weitere LGBTI+ Apps aus den Stores gelöscht werden sollen. Wie Fadzil weiter bestätigt, erwäge man noch weitere Massnahmen um auch die Nutzung solcher Apps weiter einzuschränken.

Wie die malaysische Kommunikations- und Multimedia-Kommission (MCMC) erklärt, würden solche Apps gegen die lokalen Gesetze verstossen. Dabei wolle man gegen jene Apps vorgehen, welche unmoralische oder obszöne Inhalte verbreiten, Missbrauch, Betrug, Kindsmissbrauch, Ausbeutung oder eine Bedrohung für die Sicherheit darstellen. Dating Apps für queere Menschen würden unter diese Definition fallen, so die Behörde weiter.