RUSSLAND: Eine der grössten LGBTI+ Organisationen Russlands als extremistisch eingestuft

RUSSLAND: Eine der grössten LGBTI+ Organisationen Russlands als extremistisch eingestuft
Das LGBT Network ist eine der grössten queeren Organisationen in Russland und dadurch ist sie auch ins Visier der Behörden geraten: Nun hat ein Gericht das LGBT Network als extremistisch eingestuft und im ganzen Land verboten. Es ist die bereits sechste queere Organisation, welche so innert kürzester Zeit verboten wurde.

Das LGBT Network Russia besteht aus Ablegern in vielen Teilen Russlands, sowie aus 11 weiteren Unterorganisationen. Sie stellen Anwälte bei juristischen Problemen, beantworten Anfragen zu Gesundheitsthemen oder setzen sich generell für die Rechte queerer Menschen ein. Durch die LGBTI+ feindliche Politik der Regierung Putin und durch die Einstufung der „internationalen LGBT Bewegung“ als extremistisch durch das Oberste Gericht hat sich die Situation aber zusehends verschärft.

Nun wurde dem LGBT Network Russia die Tätigkeit auf dem gesamten russischen Staatsgebiet verboten. Man sei damit einer Klage durch das Justizministerium nachgekommen, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Damit ist die Organisation gezwungen, ihre Dienste einzustellen oder nur noch aus dem Ausland anzubieten, wobei dies jene Queers in Gefahr bringt, welche es riskieren und in Russland davon Gebrauch machen wollen.

Gerade in den vergangenen Monaten ist die Regierung Putin wieder verstärkt gegen LGBTI+ vorgegangen. So wurden innerhalb kurzer Zeit gleich sechs Organisationen als extremistisch verboten. Dies passt mit dem üblichen Vorgehen der Regierung überein, denn die queerfeindlichen Massnahmen werden oftmals zur Ablenkung von anderen Problemen benutzt. In jüngster Zeit mehren sich die Berichte, wonach die russische Wirtschaft aufgrund der Sanktionen in immer grössere Schwierigkeiten gerät und sich diese auch immer schlechter verbergen lassen.