SCHWEIZ: Die LGBTIQ Helpline führte 2025 deutlich mehr Beratungen durch

SCHWEIZ: Die LGBTIQ Helpline führte 2025 deutlich mehr Beratungen durch
Sei es das Coming Out, Hassverbrechen, das Thema Asyl oder einfach generell Fragen zur sexuellen Orientierung: Im Jahr 2025 wurde die LGBTIQ Helpline deutlich mehr kontaktiert als noch 2024. Wie das Angebot genutzt wurde, und wie Du die Helpline auch selber unterstützen kannst, erfährst Du hier.

Seien es Fragen zur sexuellen Orientierung, zur Geschlechtsidentität oder zu Intergeschlechtlichkeit, die LGBTIQ Helpline bietet mit ihren Berater:innen Unterstützung und ein offenes Ohr, und dies in allen Lebenslagen. Dabei ist die Kontaktaufnahme telefonisch und per Chat zu bestimmten Zeiten möglich, oder jederzeit per eMail. Das Angebot ist kostenlos. Die Helpline ist gleichzeitig auch die Meldestelle für LGBTI+ feindliche Hassverbrechen.

Laut den Mitarbeitenden der Helpline sind es manchmal nur kurze Fragen, manchmal aber auch Krisensituationen: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 931 Beratungen durchgeführt, was sich ingesamt aus 2397 eMails, 166 Telefongesprächen und 281 Chats zusammengesetzt hat. Dies entspricht einer Zunahme von 21 Prozent, also etwas mehr als einem Fünftel, innerhalb eines Jahres. Dabei dauerte die durchschnittliche Begleitdauer im 2025 pro Fall rund drei Monate und zwei Wochen.

Rund 20 Prozent der Anfragen kamen aus dem Kanton Zürich, darauf folgen der Kanton Bern und die beiden Basel. Seit dem 1. April 2025 bietet die LGBTIQ Helpline auch Angebote für die französischsprachige Schweiz. In diesen neun Monaten gab es rund 96 Kontaktaufnahmen aus der Romandie.

Bei den Beratungen ging es am häufigsten um das Coming Out, gefolgt von Hassverbrechen und generellen Fragen zur sexuellen Orientierung. Bei rund zehn Prozent ging es zudem um Asyl. Rund ein Viertel aller Ratsuchenden identifizierten sich als trans oder nonbinäre Person.

Bei der LGBTIQ Helpline arbeiten ausschliesslich LGBTI+ als geschulte Freiwillige. Sie können Dir dann mit weiteren Adressen weiterhelfen, wenn sie merken, dass es bei der Beratungen einen Profi braucht, etwa Jurist:innen, Psycholog:innen, Psychiater:innen oder Fachstellen. Die LGBTIQ Helpline kann stets Unterstützung gebrauchen, sei es in Form von Spenden, indem Du Patin*Pate wirst oder auch zur Ergänzung des Beratungsteams, damit das Angebot auch weiter gesichert bestehen kann.

Brauchst Du Hilfe und möchtest Du mit jemandem sprechen? Hier findest Du Hilfe:

Die Schweizer LGBT+ Helpline steht Dir unter der Nummer 0800 133 133 kostenlos zur Verfügung. Mehr Infos: lgbt-helpline.ch

Weitere Information erhältst Du auch unter:
Du-bist-du.ch: Beratung und Information
Milchjugend: Übersicht über queere Jugendgruppen
Transgender Network Switzerland: Dachorganisation für trans Menschen
LOS: Lesbenorganisation Schweiz
Pink Cross: Dachorganisation schwuler und bisexueller Männer