SCHWEIZ: Grundstein für das Zürcher Pionierprojekt queerWohnen gelegt
In Zürich-Albisrieden wurde in der Siedlung Espenhof der Grundstein für ein Ersatzneubau gelegt, der nicht nur ein zentrales Element der Altersstrategie 2035 der Stadt Zürich ist, sondern auch ein schweizweites Pionierprojekt. Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) baut dort nämlich in Zusammenarbeit mit dem Verein queerAltern Zürich und den Gesundheitszentren für das Alter auch Alterswohnungen und Pflegeplätze, welche sich explizit an den Bedürfnissen älterer, queerer Menschen orientieren.
Ende Januar haben Vertreter der Stadt und der involvierten Institutionen und Organisationen den Grundstein für den Neubau gelegt und dabei auch feierlich eine Zeitkapsel bestückt und vergraben. Es entstehen in der Siedlung insgesamt drei neue Gebäude, wobei eines spezifisch älteren Angehörigen der LGBTI+ Community zur Verfügung gestellt wird, wie die SAW erklärt. Die Ersatzneubauten sind dabei so konzipiert, dass Mieter:innen den fliessenden Übergang vom selbständigen Wohnen über das Wohnen mit Dienstleistungen bis zum Wohnen mit Pflege und Betreuung rund um die Uhr ermöglicht wird, und dies an einem Ort, so Andrea Martin-Fischer, Direktorin der SAW.
Mit den Ersatzbauten wird das Angebot auch weiter ausgebaut, denn während zuvor 84 Wohnungen zur Verfügung standen, so sind es nun 138 auf dem gleichen Areal. Diese werden zudem durch eine Pflegewohngruppe mit 23 Plätzen unter der Leitung der Gesundheitszentren für das Alter ergänzt. Weiter betont die Stadt auch, dass mit diesem Projekt nicht nur neue Wohnangebote für unterschiedliche Lebensformen im Alter gebaut werden, sondern auch mehr bezahlbare Wohnungen. Damit erhalten mehr Menschen die Sicherheit, auch im Alter in der Stadt Zürich bleiben zu können.
Dass der Espenhof Nord nur ein weiteres Puzzleteil der Altersstrategie 2035 der Stadt Zürich ist, betont auch Stadtrat und SAW-Stiftungsratspräsident Andreas Hauri, er stehe aber exemplarisch für den Weg der Stadt für mehr bezahlbaren Wohnraum und für vielfältige Lebensformen im Alter. So sollen bis ins Jahr 2035 noch rund 1000 neue Alterswohnungen dazukommen. Die Gebäude des Espenhof Nord sollen voraussichtlich im Frühjahr 2028 bezogen werden können.