SCHWEIZ: Luzern wird sechste Regenbogenstadt der Schweiz

SCHWEIZ: Luzern wird sechste Regenbogenstadt der Schweiz
Nun leuchtet der Regenbogen noch heller über der Innerschweiz: Luzern ist neu dem internationalen Rainbow Cities Network beigetreten und damit die bereits sechste Regenbogenstadt der Schweiz. Insgesamt gehören dem Netzwerk weltweit bereits 63 Städte an.

Am Internationalen Tag gegen LGBTI+ Feindlichkeit im Jahr 2013 wurde das Rainbow Cities Network RCN in Den Haag gegründet und sowohl Genf wie auch Zürich gehörten zu den Gründungsmitgliedern. Seither ist viel passiert und nach Basel im April ist nun mit Luzern die bereits zweite Schweizer Stadt in diesem Jahr dem Netzwerk beigetreten. Zusammen mit Bern (2019) und Lausanne (2023) gibt es somit bereits sechs Regenbogenstädte in der Schweiz. Weltweit gesehen sind es damit schon deren 63 aus zwanzig verschiedenen Ländern.

Er freue sich, dass die Stadt Luzern als Mitglied aufgenommen wurde, erklärt Stadtpräsident Beat Züsli in einer Medienmitteilung. Die Mitgliedschaft sei zugleich Auszeichnung für bisher Geleistetes und Ansporn, sich zu verbessern. Denn Gleichstellung passiere nicht von allein; sie brauche Haltung, Zusammenarbeit und konkrete Massnahmen. Mit dem Beitritt zum Rainbow Cities Network stärke man das Engagement für eine offene Stadt, in der alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ihren Platz haben, so Züsli weiter.

Dass die Stadt diesem Netzwerk beigetreten ist, geht auf einen Antrag aus der Bevölkerung zurück. Mit diesem wurde gefordert, dass LGBTI+ Anliegen in allen Wirkungsfeldern der Stadt Luzern stets miteinbezogen werden. Durch das Rainbow Cities Network erhalte man nun die Möglichkeit auf internationaler Ebene mit anderen Städten diesbezüglich zusammenzuarbeiten, voneinander zu lernen und zu profitieren, sowie bewährte Ansätze weiterzuentwickeln.

Bei den jährlichen Treffen des Rainbow Cities Network wird auch die Stadt Luzern ihre Aktivitäten bezüglich ihrem Engagement für die LGBTI+ Community präsentieren können, und gleichzeitig auch die Berichte aus den anderen Städten hören. Damit soll das gemeinsam formulierte Ziel verwirklicht werden, damit jene Rahmenbedingungen geschaffen werden können, um queeren Menschen ein freies, sicheres und chancengleiches Leben ermöglichen zu können.

Neben Genf und Zürich gehören auch Amsterdam, Barcelona, Köln und Turin zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks. In der Zwischenzeit ist das RCN weit über Europa hinaus gewachsen und so gehören mittlerweile auch Städte wie Mexiko-City, Montreal, Taipeh, Paris, Berlin, San Francisco und Sao Paulo mit dazu.

Mehr über das Rainbow Cities Network erfährst Du hier.