USA: Keine Veranstaltung zum Welt-Aids-Tag durch die US-Regierung
Seit 1988 wird der Welt-Aids-Tag jedes Jahr begannen, offiziell anerkannt von Regierungen, Organisationen und Firmen. Dies galt jeweils auch für die US-Regierung. So haben sowohl demokratische, wie auch republikanische Präsidenten zu Gedenkveranstaltungen ins Weisse Haus geladen oder entsprechende Proklamationen veröffentlicht - auch Trump während seiner ersten Amtszeit. Doch schon damals erwähnte er die LGBTI+ Community mit keinem Wort.
In seiner zweiten Amtszeit ist aber so vieles anderes, und so hat die Regierung nun offiziell bekanntgegeben, dass man den Welt-Aids-Tag in diesem Jahr nicht begehen werde. Dabei liess das US-Aussenministerium in einem Rundschreiben an alle Abteilungen weltweit verlauten, dass auch keine Bundesgelder für solche Veranstaltungen ausgegeben werden dürfen, und zwar weder von den eigenen Mitarbeitenden, noch via den Empfängern von staatlichen, finanziellen Mitteln.
Der Tag dürfe zudem über keine Kommunikationskanäle beworben werden, hiess es in der Mitteilung weiter, weder über Soziale Medien, Reden, Medienauftritte oder über andere öffentliche Äusserungen. Erlaubt sei es jedoch, an Veranstaltungen zu diesem Tag teilzunehmen, so lange sie nicht durch die Regierung organisiert oder finanziert wurden. Losgelöst vom Welt-Aids-Tag dürfe man zudem auch über die Arbeit im Kampf gegen Aids und andere tödliche Krankheiten sprechen und dies hervorheben, schreibt das Aussenministerium weiter.
Dass es eine koordinierte Aktion der US-Regierung ist, zeigt sich auch daran, dass nicht nur das Aussenministerium diese Weisung herausgab, sondern auch die Gesundheitsbehörde CDC. Die ging sogar noch einen Schritt weiter. Das CDC wiederholte die Verbote, erwähnte aber mit keinem Wort, dass ihre Mitarbeitenden weiter über ihre Arbeit im Kampf gegen HIV/Aids sprechen dürfen.
Diese Aufrufe der Regierung passen leider zur aktuellen Politik Donald Trumps. So hat die Regierung alles unternommen um die Budgets von nationalen und internationalen HIV/Aids-Programmen zu kürzen. Gerichte haben dies jedoch zumindest teilweise noch verhindert.