USA: Trumps Kennedy Center-Chef verliert Klage gegen Jazzmusiker - wegen vergessener Unterschrift
Es ist eine weitere Niederlage für Donald Trump und Richard Grenell und quasi indirekt ein weiterer Sieg für die Kultur und das äusserst renommierte Kennedy Center in Washington DC. Erst vor wenigen Tagen urteilte ein Gericht, dass der Name Trump vom Kennedy Center entfernt werden muss, und nun folgte bereits die nächste Niederlage.
Unter anderem wegen der Einmischung von Donald Trump und ihm nahestehende Personen, sowie wegen dem Namenswechsel und wegen der zunehmenden Politisierung der renommierten Kulturinstitution, zogen viele Künstler:innen ihr Engagement zurück und verweigerten ihren Auftritt. So auch der Jazzmusiker Chuck Reed, der ein Weihnachtskonzert hätte geben sollen. Der damalige Leiter des Centers, Richard Grenell, verklagte den Musiker darauf wegen seiner Absage auf eine Million US-Dollar - doch die Klage wurde nun abgewiesen.
Richterin Tanya Jones Bosie vom Superior-Gericht in Washington DC nannte dazu als Urteilsbegründung, dass gar kein Vertrag zwischen den Veranstaltenden und dem Musiker bestand, da dieser gar nie rechtsgültig unterzeichnet wurde. Aus diesem Grund könne auch kein Vertragsbruch vorliegen.
Nicht nur die Künstler:innen sagten in grossen Stil ab, sondern zusätzlich blieben auch noch die Gäste dem Kennedy Center fern. Wohl auch wegen der miserablen Auslastung verkündete darauf Donald Trump, dass das Center im Sommer für zwei Jahre geschlossen werde, da es sanierungsbedürftig sei.
Seit Trump und Richard Grenell die Führung des Kennedy Centers übernommen haben, blieben Zehntausende von Tickets unverkauft. Die drei grössten Veranstaltungsräume im Center wiesen dabei die schlechteste Auslastung seit Jahren aus. Richard Grenell ist mittlerweile von seinem Posten zurückgetreten.