HONG KONG: Behörden erteilen erneut keine Genehmigung für die HK Pride
Nachdem das Pink Dot Festival im vergangenen Jahr abgesagt werden musste, so waren die Aussichten in diesem Jahr viel positiver. Noch im April meldeten sich die Organisator:innen des grössten Pride-Events von Hong Kong und nannten das Stanley Plaza und das Murray House als Veranstaltungsort für das Pink Dot am 14. Juni. Sie sind dazu auch eine Zusammenarbeit mit dem grössten Immobilien-Investmentfonds Link REIT eingegangen.
Doch nun sieht leider wieder alles anders aus: Link REIT hat sich bei den Veranstaltern gemeldet und sie erklärten, dass sie Probleme haben eine Bewilligung zu bekommen und den Ort nun doch nicht für öffentliche Veranstaltungen an Pink Dot HK vermieten können.
Die Veranstaltenden haben nun die Konsequenzen gezogen und die Absage des Festivals bekanntgegeben: Aufgrund der Unsicherheiten, des nun engen Zeitplans und durch die Beteiligung von zahlreichen Partnerorganisationen habe man schweren Herzens entschieden, das Festival abzusagen. Man entschuldige sich bei den Sponsoren, den Community-Organisationen, bei den Künstler:innen und all den ehrenamtlichen Helfer:innen, welche das Pink Dot seit Jahren unterstützen.
Dies ist leider nicht der erste Rückschlag für Pink Dot. Während in den Vorjahren jeweils bis zu 7000 Menschen zusammenkamen um öffentlich für die Rechte queerer Menschen einzustehen, so musste das Festival bereits im vergangenen Jahr abgesagt werden. Auch damals wurde den Veranstaltenden ohne der Nennung von Gründen die Bewilligung verwehrt.
Gut möglich, dass China dahinter steckt, denn das selbe passierte mit Veranstaltungen in China selber. So gibt es aktuell keine einzige offizielle Pride Veranstaltungen mehr im riesigen Land mit über 1.4 Milliarden Menschen. Als eine der letzten ist auch die Shanghai Pride eingeknickt und hat aufgegeben.
In Hong Kong war die Einflussnahme Chinas bereits während der politischen Debatte rund um ein Partnerschaftsgesetz spürbar. Es waren schliesslich die Richter:innen, welche auf die Umsetzung pochten, doch bislang hat sich trotzdem noch nichts getan bei der politischen Umsetzung, trotz der Verpflichtung.