SCHWEIZ: St. Gallen schaut hin - eine weitere Stadt führt das Meldetool ein
Diskriminierende und übergriffige Vorfälle, die weder gemeldet noch angezeigt werden, tauchen weder in Statistiken auf, noch haben sie Konsequenzen. Entsprechend können Probleme weniger gut erkannt werden und auch keine gezielten Massnahmen ausgearbeitet und umgesetzt werden. Aus diesem Grund haben verschiedenste Städte wie Bern, Luzern und Zürich das Meldetool "...schaut hin" lanciert - und nun stellt auch St. Gallen dieses Instrument per sofort zur Verfügung.
Über "St. Gallen schaut hin" können Fälle von Diskriminierung, Sexismus, Queerfeindlichkeit und Rassismus niederschwellig und anonym gemeldet werden. Damit können alle mithelfen, entsprechende Entwicklungen zu erkennen, damit gezielte Massnahmen etwa im Bereich der Prävention umgesetzt werden können.
Auf der Startseite des Tools stgallenschauthin.ch können sowohl Betroffene Vorfälle melden, welche sie selber erlebt haben, aber auch Beobachtende können gesehenes melden. Weiter bietet die Webseite auch Informationen zu Hilfsangeboten wie der LGBTIQ-Helpline, der dargebotenen Hand, der Opferhilfe, sowie weiteren Angeboten im Raum St. Gallen und Ostschweiz.
Die Stadt Zürich hat das Meldetool bereits vor über fünf Jahren im Mai 2021 eingeführt, darauf folgte im April 2023 auch die Stadt Bern und im Januar 2024 ging auch "Luzern schaut hin" an den Start. Die Angebote werden etwa von öffentlichen Plakatkampagnen begleitet, um verstärkt auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen.