USA: Floridas neustes Vorhaben - Don‘t Say Gay am Arbeitsplatz
Eigentlich trafen sich die Mitglieder von Florida Equality bereits vor dem State Capitol um zu feiern, denn der extrem LGBTI+ feindliche Gesetzesentwurf Don‘t Say Gay or Trans am Arbeitsplatz schien verhindert worden zu sein. Doch die Freude war leider nur von kurzer Dauer, denn der republikanische State Senator Randy Fine griff das Thema nur eine Woche später doch wieder auf und brachte es im Aufsichtsrat der Regierung im Senat wieder aufs Tapet. Fine ist bekannt für seine queerfeindliche Haltung, und er kandidiert zudem für den Kongress, da kommt das Aufsehen gerade richtig.
Mit dem Gesetz würde es öffentlichen Angestellten künftig vorgeschrieben, dass sie nur noch als Mann oder als Frau angesprochen werden dürfen. Andere Pronomen als er und sie wären verboten. Dies sorgte sogar auch in der breiteren Bevölkerung für Ärger, da befürchtet wird, dass damit Tür und Tor für weitere Formen von Diskriminierung am Arbeitsplatz geöffnet wird.
Insbesondere LGBTI+ feindliche Organisationen kämpfen für dieses Gesetz und erklären, dass damit verhindert werden soll, dass jemand gegen seine moralischen Vorstellungen gezwungen werde, jemanden mit anderen Pronomen als er/sie anzusprechen. Es würden damit zwanghafte Pronomen-Vorschriften beendet, und es würden niemandem die Rechte weggenommen, heisst es etwa von der Christian Family Coalition weiter.
Von der Gegenseite heisst es wiederum, dass dies nicht stimme und schon jetzt festgeschrieben sei, dass jemand in den offiziellen Regierungsdokumenten nur als männlich oder weiblich eingetragen sein könne. Dieses Gesetz führe einzig dazu, dass die Belästigungen von trans Menschen durch Regierungsangestellte begünstigt werde, indem man ihnen explizit erlaube, dass sie falsche Pronomen verwenden, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Es sei ein weiterer Versuch um für LGBTI+ Menschen ein feindliches Arbeitsumfeld zu schaffen.