USA: Queere Bürgerrechtsorganisation sucht nach Klägern in der LGBTI+ Community

USA: Queere Bürgerrechtsorganisation sucht nach Klägern in der LGBTI+ Community
Um die US-Regierung in die Schranken zu weisen und um neue Verordnungen und Gesetze von Trump aufzuheben oder zumindest zu blockieren, hat die queere Bürgerrechtsorganisation Lambda Legal einen Aufruf gestartet um betroffene queere Menschen zu suchen, welche bereit wären mit der Unterstützung der Organisation die US-Regierung zu verklagen. Dieses Taktik war in der Vergangenheit bereits ziemlich erfolgreich...

Man habe gewusst, dass es kommen würde, heisst es von Lambda Legal, und so sei man weder schockiert noch ehrfürchtig darüber, was gerade passiere. Es sei klar gewesen, dass Trump das Land mit seiner Schock- und Ehrfurcht-Strategie überziehen werde, um die Bevölkerung bewusst mit teils sehr ausgefallenen Massnahmen zu überschütten. Aus diesem Grund habe man sich bereits darauf vorbereitet, so die LGBTI+ Bürgerrechtsbewegung weiter.

Man wolle nun Trump mit seinen eigenen Waffen schlagen, und deshalb suche man nach Klägern, welche ihren Namen für die Klagen hergeben und so die Organisation unterstützen. Der Grund ist einfach: Lambda Legal kann nicht einfach erklären, dass eine Verordnung oder ein Gesetz schlecht ist, denn man brauche mindestens eine Person, welche dadurch geschädigt wird und welche es somit anfechten kann.

Dass dies ein durchaus erfolgreiches Mittel ist, zeigte sich bereits während der ersten Amtszeit von Donald Trump. Lambda Legal habe die damalige Regierung insgesamt 14 Mal verklagt und dabei habe man 12 Mal gewonnen. Man war also zu 86 Prozent erfolgreich, was eine sehr gute Quote sei.

Auch in der nun begonnen zweiten Amtszeit will Lambda Legal wieder auf die gleiche Methode setzen. Man habe die Exekutive verloren, man habe die Legislative verloren und deshalb sei die Judikative nun die einzige Chance um diese Politik zu stoppen. Wenn man nun auch noch den Glauben daran verliere, dann habe man alles verloren.

Bereits jetzt hat die Bürgerrechtsorganisation drei Klagen eingereicht: Eine gegen jene Verordnung, welche festschreibt, dass nur noch zwei Geschlechter anerkannt werden, eine gegen das Verbot von trans Menschen bei den Streitkräften, sowie eine gegen jene Politik, welche sich gegen die DEI-Programme richtet. DEI steht dabei für Diversity, Equity and Inclusion.

Weiter will Lambda Legal auch allen Mut machen, sich nun erst recht zu engagieren. Man könne das Gefühl verstehen, dass man aufgrund der aktuellen Politik deprimiert sei, doch man dürfe nun nicht resignieren. Das Gefühl zu haben, nichts mehr tun zu können sei falsch. Dies würde nur den Gegner der Rechte queerer Menschen in die Hände spielen.