USA: Texas führt seine radikale Politik weiter

USA: Texas führt seine radikale Politik weiter
Zuerst das faktische Verbot von Abtreibungen und nun hat das Familienministerium in Texas auch noch eine Webseite über die Hotline zur Suizidprävention für LGBTI+ Jugendliche gelöscht.

Es war ein politischer Gegner und Herausforderer von Gouverneur Greg Abbot, welcher via Twitter eine Videobotschaft verbreitet hat, und das Familienministerium des Bundesstaats Texas beschuldigte, sie würden eine "trans Ideologie" promoten. Nur wenige Stunden nachdem Don Huffines den Clip veröffentlicht hat, ist die angesprochene Seite auf der Homepage des Familienministeriums verschwunden - mitsamt allen Informationen rund um die Hotline für Suizidprävention für LGBTI+ Jugendliche.

Zusätzlich wurde auch die Webseite von Texas Youth Connection, welche zu Family and Protective Services gehört, offline gesetzt. Auf dieser Seite konnten sich Jugendliche in Pflegefamilien ebenfalls über LGBTI+ Anliegen informieren, aber auch über Möglichkeiten betreffend Ausbildung und Wohnangebote.

Huffines ging mit seiner Botschaft voll auf Konfrontationskurs mit Abbot, indem er erklärte, dass auf dieser Seite weder die Werte von Texas, noch die Werte der Repulikaner vertreten würden, sondern, offensichtlich nur jene von Greg Abbot selber.

Der Gouverneur hat bislang auf keine Anfragen reagiert, doch es passt zur aktuellen Politik des Bundesstaat. So hat hat Texas faktisch Abtreibungen verboten und in den vergangenen Jahren mehrere Anti-LGBTI+ Gesetze verabschiedet.

Das Trevor Project, welches sich um LGBTI+ Jugendliche kümmert, hat erst im September bekanntgegeben, dass alleine bis dann schon mehr als 4000 Jugendliche die Krisen-Helpline kontaktiert haben. Dies war eine Zunahme von 150 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Brauchst Du Hilfe und möchtest Du mit jemandem sprechen? Die Schweizer LGBT+ Helpline steht Dir unter der Nummer 0800 133 133 kostenlos zur Verfügung. Mehr Infos: lgbt-helpline.ch