SCHWEIZ: Deine Unterstützung ist gefragt - hilf Ilia und Dmitrii!
Die Entscheidung der Schweizer Behörden ist nur sehr schwer nachvollziehbar, denn die Berichte über die Situation der LGBTI+ Community, die uns aktuell aus Russland erreichen, zeichnen ein äusserst düsteres Bild. Seit das Oberste Gericht des Landes die "internationale LGBT-Bewegung" als extremistisch eingestuft hat, nutzt der Staat dies als Vorwand, um mit immer drastischeren Mitteln gegen queere Menschen vorzugehen.
Razzien an queeren Treffpunkten oder das Verbot von praktisch allen Organisationen im Land, welche sich noch für die LGBTI+ Community eingesetzt haben, sind ein deutliches Zeichen für die Repressionen, welche vom Regime unter Vladimir Putin ausgehen. Auch Berichte, dass verhaftete queere Menschen an die Front in die Ukraine geschickt werden, sind äusserst beunruhigend.
Ilia Ageev und Dmitrii Kiselev haben sich damals in Russland für die Rechte der LGBTI+ Community eingesetzt, obwohl sich das politische Klima für queere Menschen bereits damals zunehmend verschlechtert hat. 2021 sah sich das Paar schliesslich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und in der Schweiz Asyl zu beantragen.
Hierzulande haben sich Ilia und Dmitrii schnell darum bemüht, Teil der Schweizer Gesellschaft zu werden. Sie lernten Deutsch, haben Freundschaften aufgebaut und sich unter anderem in verschiedensten Vereinen und Organisationen engagiert, darunter im Regenbogenhaus, bei der Zurich Pride und bei Rainbow Networks. Dmitrii unterstützte zudem freiwillig einen Kindergarten in Zürich als Schulassistent, da er über eine pädagogische Ausbildung verfügt. Ilia wiederum ist Fotograf und half bei Organisationen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation tatkräftig mit.
Wie Ilia und Dmitrii betonen, respektieren sie das Schweizer Recht und auch die Entscheidung, die darauf basierend hervorging. Dass ihr Asylgesuch aber durch die Schweizer Behörden abgelehnt wurde, löst bei ihnen die begründete Angst vor einer Rückkehr nach Russland aus, besonders, da sich die Situation gerade in letzter Zeit weiter massiv verschlechtert hat. Durch ihr Engagement für die LGBTI+ Community und für Menschenrechte dürften sie erst Recht zur Zielscheibe der russischen Behörden werden.
Das schwule Paar hat aus diesem Grund ein Härtefallgesuch eingereicht, darin bitten sie die Behörden, ihre persönliche Lebensituation und auch ihr langjähriges Leben in der Schweiz bei einer erneuten Beurteilung miteinzubeziehen, dazu zählt auch der tatsächliche Grad ihrer Integration in der Schweizer Gesellschaft. Zudem soll der Vollzug der Wegweisung bis zum Entscheid des Härtefallgesuchs ausgesetzt werden.
Nun bist Du gefragt: Unterstütze Ilia und Dmitrii mit deiner Unterschrift bei der Campax-Petition und fordere das Migrationsamt des Kantons Zürich auf die Entscheidung neu zu beurteilen um dem schwulen Paar damit eine sichere Zukunft zu ermöglichen.
Zur Unterschriftensammlung: Link