UNGARN: Parlament bringt das Land endlich auf einen LGBTI+ freundlicheren Kurs

UNGARN: Parlament bringt das Land endlich auf einen LGBTI+ freundlicheren Kurs
Der Kurs, der Ungarn unter Viktor Orban gegen queere Menschen eingeschlagen hat, sorgte immer wieder für enorme Verstimmungen mit der Europäischen Union, denn damit wurden auch die Grundrechte der LGBTI+ Community teils massiv eingeschränkt. Nun hat sich das ungarische Parlament dafür ausgesprochen, einen Teil dieser feindlichen Gesetzgebung aufzuheben...

Im Namen des Kinderschutz hat die Regierung von Viktor Orban die Rechte der LGBTI+ Community während Jahren immer weiter eingeschränkt und queere Sichtbarkeit damit quasi ganz aus dem Alltag in Ungarn verbannt. Denn diese Gesetze machten es unter anderem strafbar, wenn Minderjährige mit Informationen über die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität in Kontakt kamen. Dies betraf ebenso die Medien, wie auch Schulen oder die Werbung. Orban nutzte dies sogar um die Budapest Pride zu verbieten, doch dieser Versuch bedeutete bekannterweise gleichzeitig der Anfang vom Ende seiner Regierung.

Vikor Orban wurde abgewählt und an seine Stelle wurde Péter Magyar als sein Nachfolger gewählt: Er hat nun damit begonnen, das LGBTI+ feindliche Erbe der Vorgängerregierung aufzuheben, so auch die Anti-LGBTI+ Gesetze. Nun hat das Parlament entschieden, entscheidene Passagen dieser feindlichen Gesetzgebung aufzuheben. Nach fünf Jahren stimmten die Abgeordneten nun einem neuen Entwurf zu, der dieses Gesetz wieder abschaffen soll, zumindest in den wesentlichen Teilen.

So ist vorgesehen, dass etwa jene Passage gestrichen wird, welche die angebliche Förderung von Homosexualität im Fernsehen, in Filmen und anderen Medien strafbar macht, wenn Minderjährige dies zu sehen bekommen könnten. Damit wurde die Darstellung von Homosexualität quasi komplett aus den Medien gestrichen. Der neue Gesetzesentwurf sieht vor, dass nur noch verboten ist, was die Entwicklung von Kindern ernsthaft beeinträchtigt, sowohl geistig, wie auch emotional und körperlich.

Die LGBTI+ Community im Land hofft nun, dass ihre Grundrechte wieder hergestellt werden, und zu einem späteren Zeitpunkt sogar ausgebaut werden, etwa hin zur Ehe für alle.