USA: Bereits 9 Bundesstaaten versuchen die nationale Ehe für alle aufzuheben
Seit Donald Trump an der Macht ist, sehen sich Gruppierungen und Politiker:innen am rechten Rand im Aufschwung - und sie haben es insbesondere auch auf die Rechte queerer Menschen abgesehen. Am Dienstag hat mit Michigan ein weiterer US-Bundesstaat die Ehe für alle ins Visier genommen und somit sind es nun bereits neun, welche der Ehe für alle auf nationaler Ebene ein Ende bereiten wollen.
Neben Michigan haben auch Idaho, Montana, sowie North und South Dakota explizite Schritte unternommen, welche die Entscheidung Obergefell v Hodges des Supreme Courts aus dem Jahr 2015 rückgängig machen soll. Durch diese Entscheidung wurde damals die Ehe auf einen Schlag in allen 50 US-Bundesstaaten legalisert. Nun fordern diese Bundesstaaten das Oberste Gericht auf, das Urteil von damals nochmals zu beurteilen.
Auch die Gesetzgeber in Missouri, Oklahoma, Tennessee und Texas wollen die Ehe für alle für ungültig erklären, doch sie zielen dabei nicht auf das Urteil Obergefell v Hodges ab, sondern sie wollen die Ehe quasi als "Bundesehe" festschreiben, welche dann nur für einen Mann und eine Frau vorgesehen ist.
Unter Joe Biden wurde die Ehe für alle zwar so gut es geht geschützt, damals wurde der Respect for Marriage Act eingeführt, doch der kann nur gewissen Paaren helfen. Dieses Gesetz besagt nämlich, dass eine gültige Ehe im Heimatstaat eines LGBTI+ Paares durch die Bundesregierung auch in allen anderen US-Bundesstaaten anerkannt werden muss.
Sollte die Ehe für alle tatsächlich aufgehoben werden, dann würde dies auch nicht dem Volkswillen widersprechen. Obwohl die Zustimmung zuletzt leicht rückläufig war innerhalb der amerikanischen Bevölkerung, so spricht sich trotzdem nach wie vor ein grosser Teil der US-Bevölkerung für das Anliegen aus.